BAHNHOF GOTHA –
Mobilitätsknoten im Gunstraum Thüringen
Das aus dem Jahr 1848 stammende Bahnhofsgebäude zählt in seiner Grundsubstanz zu den ältesten Bahnhofsgebäuden des Freistaates Thüringen und der Bundesrepublik Deutschland. Viele Umbauphasen hat es gegeben. Ein Bombenangriff am 6. Februar 1945 zerstörte das Gebäude in großem Umfang. Bis heute wurde es nie wieder aufgebaut.
Mit der Erteilung der Baugenehmigung Mitte Januar 2026 und der Übergabe des Fördermittelbescheides im April 2026 konnte nun die ersehnte Sanierung des Hauptbahnhofes Gotha starten.
Der Ostflügel und die Empfangshalle des Bahnhofsgebäudes werden weitestgehend im Bestand erhalten bleiben, in Teilbereichen umgebaut und saniert. Im Ostflügel wird das Dachgeschoss zurückgebaut, so dass auch hier eine zweigeschossige Bebauung entsteht.
Der stark geschädigte und zum Großteil bereits zurückgebaute Westflügel soll durch einen zweigeschossigen Neubau mit einem Untergeschoss ersetzt werden. Ost- und Westflügel erhalten künftig Flachdächer mit nachhaltiger Nutzung.
Der südliche Bereich der Empfangshalle wird in Anlehnung an den früheren Bestand baulich verändert und wieder in seiner ursprünglichen Höhe hergestellt. Die Halle erhält, dem historischen Vorbild folgend, Satteldächer in verschiedenen Höhen.
Das Gebäude wird eine multifunktionale Nutzung erhalten. Ein Ticketshop, ein Reiseshop, ein Café und das Stadtarchiv werden einziehen. Weiterhin entstehen drei Büros sowie eine Wohnung im Obergeschoss. Zudem sollen auch die Belange der Radfahrer beachtet werden.